SONDERJAGD

ARGUMENTE GEGEN DIE SONDERJAGD

Erstellt am 11. November 2012

 

Die Sonder- oder Nachjagd hat verschiedene Namen. Harmlos als „Herbstjagd“ bezeichnet, ist es eineunglaublich brutale Dezimierjagd ohne Gnade. Über die Nummer 0900 820 844 werden die Sonderjäger aufgeboten.

 

Argumente dagegen:
  1. Kleine, verängstigte Tierbestände. Man sieht als Einheimischer oder Tourist praktisch keine Wildtiere mehr.

  2. Die Sonderjagd ist eine menschenunwürdige Tötungsaktion, für die sich ein normaler Mensch schämt.

  3. Ethisch verwerfliche Horrorjagd. Abschuss von einzelnen Jung- und Muttertieren (wird nur die Mutterkuh geschossen, überleben auch die Jungtiere nicht), trächtigen Wildtieren; grausame Form der Jagd - ein Gedankengut aus dem Mittelalter

  4. Wildtiere brauchen Ruhe, Reserven für den Winter und keine Jäger, Jagddruck und Hetze (eine skandalöse Aktion seitens der Regierung und des AJF).

  5. Schizophrene Jagdplanung der kantonalen Ämter (auf der Hochjagd im September ist der Abschuss von Jung- und Muttertieren usw. verboten, unethisch und wird gebüsst, aber auf der Sonderjagd ausdrücklich erwünscht).

  6. Störungen des Gemeindelebens und Beeinträchtigung der Lebensqualität der EinwohnerInnen. Adventszeit, Lärm, Schiessereien, Umweltverschmutzung durch die Sonderjäger, rauhes und gewaltgeladenes Auftreten der Sonderjäger.

  7. Tierquälerei par Excellence in einer zivilisierten Gesellschaft.

  8. Moderner Forstbau zerstört viel mehr Wald, als Wildtiere je schädigen könnten.

  9. Jäger mit fragwürdigem und skrupellosem Charakter,Abgleiten in die Illegalität aufgrund eigenen Beobachtungen (Hetze und Absprachen via Handys,

  10. Anfahrten mit Autos, versteckte Treibjagden usw.)

  11. Negative genetische Auslese (Abschusswillkür), die Natur zurecht schiessen.

  12. Sonderjagd stört und versprengt alle Wildtiere, auch aus den Wintereinständen.

  13. Sonderjagd/Jagd stört die ganze Tierwelt und Gesellschaft. Rehe und Hir-sche sind normaerweise tagesaktive Tiere, welche man zutraulich in den unbejagten Gebieten auf den Wie-sen sieht, genauso wie andere Weidetiere, Schafe, Ziegen und Kühe.

  14. Sonderjagd/Jagd zerstört Familienstrukturen der Wildtiere.

  15. Sonderjagd/Jagd zerstört Sozialverbände der Wildtiere.

  16. Sonderjagd/Jagd bringt den Wildtieren psychisches Leid, Angst, Schrecken und Terror vor dem Abschuss ist ein Leben lang ihr Begleiter.

  17. Extrem mit Angsthormonen angereichertes, ungesundes Wildbret.

  18. Sonderjagd/Jagd zwingt die Wildtiere zum Wechsel von Tag- zur Nachtaktivität, Abwanderungen, unnatürliche Tierkonzentrationen in den Wäldern.

  19. Sonderjagd/Jagd zwingt die Weidetiere Hirsch und Reh zum unnatürlichen Einstehen im Wald zur Deckung sowie Versteck - und fördert unnötigerweise den Waldverbiss, da die Tiere in ihnen unbekannten Einständen getrieben werden.

  20. Wildtiere haben unter dem Joch der Jäger praktisch kein Recht auf eine natürliche Sterblichkeit oder Genesung von Krankheit.

  21. Jäger und deren Jagddruck sind auch das Problem und Ursache für grosse Wildtierpopulationen.

  22. Durch die Jäger werden einige Wildtiere widernatürlich in den schützenden Wäldern parkiert, um sie anschliessend als Schädlinge zu titulieren.

  23. Sonderjagd/Jagd ist unchristlich, unzivilisiert. Es wird solange gejagt, bis das letzte Kalb am Boden ist, wie die Jäger sich ausdrücken.

  24. Sonderjagd/Jagd verbreitet schlechte Energie.

  25. Sonderjagd/Jagd fördert asoziales Verhalten.

  26. Die Jagd hat grundsätzlich versagt, und die Behörden erzwingen eine degenerierte und unmoralische Jägereinstellung. Eine blutige, tierverachtende Einnahmequelle ist die Sonderjagd.

  27. "Unethische" und "kriminelle" Methode zur Geldbeschaffung der kantonalen Ämter für Jagd und Fischerei.

  28. Extrem fragwürdige Motive (Abschusszahlen, Kontingente, W aldschäden).

  29. Problem mit Tourismus, Natur- Tierfreunde, Gästen, Bevölkerung.

  30. Gewaltverherrlichung mit den Schusswaffen (schlechtes Vorbild für die Jugend, und verheerend für den Tourismuskanton Graubünden).

  31. Graubünden mit seiner Jagdverwaltung und Jagddruck ist schweizweit das schlechteste Beispiel. Der Alpenkanton Graubünden (7105 km2) ist flächenmässig viel kleiner, als die Alpenkantone BE, VS, TI und UR zusammen (15'072 km2) und dennoch weist Graubünden proportional immer grössere Abschusszahlen bei Hirsch und Reh auf. Im hobbyjägerfreien Kanton Genf wurde 2011 kein einziger Hirsch, Reh, Rotfuchs, Dachs, Marder usw. geschossen. Die Wildtiere werden von 12 professionellen Umwelthütern (Gardes de l’environnement) betreut, was den Steuerzahler pro Jahr nicht einmal einen Kaffee kostet.

  32. Regelmässig dermassen grosse Überpopulationen wie in Graubünden gibt es auch in anderen jagdfreien Gebieten nicht.

  33. Solches Jagdwesen ist ein nicht endender Teufelskreis, an dem eigentlich nur die Jäger ihre Freude haben und nicht konform mit ethischen sowie wildtierbiologischen Grundlage n.

  34. Natürlich werden auch Rehkitze auf der Sonderjagd eliminiert, frei nach dem Motto: Überlassen wir sie doch nicht einfach dem Winter, sondern nutzen wir sie. Denn gerade das Wildfleisch des Rehkitzes ist eine Delikatesse (Beat Angerer, Bündner Präsident Patentjägerverband, Waffennarr und Kadaverfeinschmecker)

  35. Die Jagd hat versagt. Seit Jahrzehnten versuchen die Jäger die Wildtierpopulation zu regulieren, was ihnen bis heute auf eine zivilisierte Art und Weise nicht gelungen ist.

  36. Jäger sind behandlungsresisten gegen tierschützerischen Alternativen.

  37. Jäger bekämpfen immer an vorderster Front (Wilderei) die Ansiedlung von Beutegreifer wie Luchs, Wolf, Bär und Greifvögel.

Verein Wildtierschutz Schweiz
Postfach 9
CH-7260 Davos - Schweiz
 

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