VOGELJAGD

Mehr als 100 000 einheimische Vögel werden jedes Jahr geschossen

 

Darunter Schneehühner, Birkhähne, Eichelhäher, Elstern, Krähen, Enten, Kormorane usw. Das Schneehuhn und der Birkhahn kämpfen seit Jahren mit der Klimaerwärmung und sind eine gefährdete Tierart, trotzdem werden sie massiv durch die Jägerschaft reduziert.

 

Der Eichelhäher, ein wunderschöner einheimischer Vogel, ist als Warner im Wald von den Jägern verhasst. Als Zielscheibe endet der Eichelhäher zu zehntausenden jedes Jahr, nutzlos im Gebüsch. Ein sinnloser Tod, und dem Wanderer und Naturliebhaber wird der Anblick einheimischer Waldbewohner immer mehr genommen – durch den Spass am Töten von rückständischen, einheimischen Jägern.

 

Jedes Jahr werden allein ca. 50’000 Rabenvögel getötet, obwohl hinlänglich bekannt ist, dass  sich Bestände von Rabenkrähen durch Abschüsse nicht nachhaltig regulieren lassen.Entscheidende Faktoren für die Populationsgrösse sind das Nahrungsangebot und die Nistmöglichkeiten. Werden Brutvögel geschossen, wird das frei gewordene Revier sofort neu besetzt.

 

Werden viele nichtbrütende Schwarmvögel geschossen, steigt der Bruterfolg der brütenden Tiere. Die grosse und von breiten Kreisen abgelehnte Krähenvergiftungsaktion im Kanton Bern im Jahr 2005 zeigte, dass auch mit solch drastischen, tierschutzwidrigen Aktionen die Anzahl Krähen nicht gesenkt werden konnte.

 

Auch wenn Krähen Schäden in der Landwirtschaft verursachen können, sind diese, an der Produktion gemessen, unbedeutend, denn als Aasfresser spielt die Krähe eine sehr viel wichtigere Rolle im natürlichen Nahrungskreislauf. In der Landwirtschaft übernimmt sie gar eine wichtige Aufgabe als Gesundheitspolizei: Beim Mähen und Bearbeiten von Feldern, kommen immer wieder Tiere um. Dies können Rehkitze, Hasen, bodenbrütende Vögel und vor allem Mäuse sein. Krähen finden diese Kadaver sehr schnell und fressen sie. Damit verhindern sie eine Verunreinigung des Schnittgutes und somit des Futters für die Nutztiere. Denn Aas im Futter ist unerwünscht und kann sogar tödliche Krankheiten bei Nutztieren verursachen.

Dazu kommen die Bleivergiftungen, die alle Tiere in der Nahrungskette erleiden und die giftigen Rückstände im Boden, da nach wie vor mit Bleimunition geschossen wird; z.B. jede vierte Ente lebt mit einer Schussverletzung!

 

Vogeljagd gehört verboten und wenn die Jäger ihre Jagd nicht selber reformieren, werden sie auf kurz oder lang von der Bevölkerung reguliert und laufen Gefahr, dass die Jagd generell abgeschafft wird.

Verein Wildtierschutz Schweiz
Postfach 9
CH-7260 Davos - Schweiz
 

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